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Phäochromozytom im M3: was Prüfer fragen

Phäochromozytom gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Endokrinologie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.

3 Fragen, die dazu gestellt werden

1. Welcher Test ist Screening der Wahl beim Verdacht auf ein Phäochromozytom?

→ Freie Metanephrine im Plasma oder fraktionierte Metanephrine im 24-Stunden-Urin

Metanephrine sind stabile Abbauprodukte und werden kontinuierlich gebildet, Katecholamine nur episodisch.

2. Warum darf ein Phäochromozytom nicht mit einem Betablocker allein vorbehandelt werden?

→ Die ungebremste Alpha-Vasokonstriktion führt zur hypertensiven Krise

Ohne Alpha-Blockade fällt die beta-vermittelte Vasodilatation weg, der Blutdruck steigt gefährlich. Erst Alpha, dann Beta.

3. Welche Vorbereitung vor der Adrenalektomie ist korrekt?

→ Phenoxybenzamin oder Doxazosin 10 bis 14 Tage plus reichlich Salz und Flüssigkeit

Alpha-Blockade und Auffüllen des kontrahierten Volumens verhindern Blutdruckkrisen und den Kollaps nach Tumorentfernung.

3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.

Phäochromozytom: Was es ist

⚠ Kernaussage Katecholamin-produzierender Tumor der chromaffinen Zellen des Nebennierenmarks (extraadrenal: Paragangliom). Seltene, aber gefährliche Ursache einer sekundären Hypertonie. Klassische Trias: Kopfschmerz, Schwitzen, Palpitationen, oft anfallsartig mit Blutdruckkrisen. Diagnose über Metanephrine im Plasma oder Urin, Therapie operativ nach Alpha-Blockade vor Beta-Blockade.

Die 10-Prozent-Regel (heute eher 25 Prozent hereditär)

10 Prozent bilateral, 10 Prozent extraadrenal (Paragangliom, zum Beispiel Zuckerkandl-Organ), 10 Prozent maligne, 10 Prozent bei Kindern Hereditär in bis zu 25 bis 30 Prozent: MEN 2 (RET, medulläres Schilddrüsenkarzinom, Hyperparathyreoidismus), Von-Hippel-Lindau, Neurofibromatose Typ 1, SDH-Mutationen (Paragangliome, Malignität) Genetische Beratung wird bei jedem Phäochromozytom empfohlen, besonders unter 50 Jahren, bilateral oder extraadrenal

Pathophysiologie

  • Noradrenalin: Vasokonstriktion, Blutdruck hoch, Bradykardie reflektorisch möglich
  • Adrenalin: Tachykardie, Tremor, Hyperglykämie
  • Ausschüttung episodisch durch Druck, Stress, Medikamente (Metoclopramid, Glukokortikoide), Narkoseeinleitung

Wann daran denken

  • Hypertonie plus Anfälle mit Trias
  • junge Patienten, therapieresistente oder paroxysmale Hypertonie
  • Zufallsbefund Nebenniere (Inzidentalom)
  • Blutdruckkrise bei Narkose oder Betablocker-Gabe
  • familiäre Syndrome

🗂 Protokoll-Fragen Grundlagen

Der Abschnitt geht im Lernbereich weiter.

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