Prüfungsthemen › Endokrinologie
Adrenogenitales Syndrom (AGS) im M3: was Prüfer fragen
Adrenogenitales Syndrom (AGS) gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Endokrinologie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Welche der folgenden Diagnosen wird häufig als Differenzialdiagnose zum adrenogenitalen Syndrom (AGS) in Betracht gezogen?
→ Pylorusstenose
Pylorusstenose ist keine relevante Differenzialdiagnose für AGS, da sie keine ähnlichen Symptome wie AGS zeigt.
2. Welches Laborergebnis ist charakteristisch für die klassische Form des adrenogenitalen Syndroms?
→ Erhöhtes 17-OH-Progesteron
Ein stark erhöhtes 17-OH-Progesteron ist der Leitparameter, der auf einen 21-Hydroxylase-Mangel hinweist.
3. Was ist die erste therapeutische Maßnahme bei einer akuten Salzverlustkrise bei einem Neugeborenen mit AGS?
→ Hydrocortison i.v.
In einer Salzverlustkrise ist die schnellste Maßnahme die Gabe von Hydrocortison i.v., um den Cortisolmangel zu beheben.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Definition & Pathophysiologie
- Autosomal-rezessiver Enzymdefekt der NNR-Steroidsynthese; > 90 % 21-Hydroxylase-Mangel.
- Kortisol (± Aldosteron) ↓ → ACTH ↑ → Hyperplasie der NNR und Umleitung der Vorstufen in die Androgensynthese → Androgenüberschuss.
- Substrat staut sich vor dem Block: 17-OH-Progesteron ↑ (Leitmarker).
Formen
Klassisch- Mit Salzverlust (Aldosteronmangel): schwerste Form
- Einfach virilisierend (ohne Salzverlust)
- Milde Form, Manifestation später (Hyperandrogenismus, ähnelt PCOS)
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