Prüfungsthemen › Herz-/Thoraxchirurgie
Ösophagusperforation (Boerhaave) im M3: was Prüfer fragen
Ösophagusperforation (Boerhaave) gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Herz-/Thoraxchirurgie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Welches klinische Zeichen ist typisch für eine Ösophagusperforation nach dem Boerhaave-Syndrom?
→ Subkutanes Emphysem
Das subkutane Emphysem ist ein charakteristisches Zeichen, das aufgrund von Luftaustritt in das Gewebe bei einer Ösophagusperforation auftritt.
2. Welches Bildgebungsverfahren gilt als Goldstandard zur Diagnose einer Ösophagusperforation?
→ CT Thorax mit Kontrastmittel
Die CT-Thorax-Untersuchung mit Kontrastmittel ist der Goldstandard zur Diagnose einer Ösophagusperforation, da sie Pneumomediastinum und andere Komplikationen sichtbar macht.
3. Welche unmittelbare therapeutische Maßnahme ist bei einer Ösophagusperforation erforderlich?
→ Sofortige Nahrungskarenz
Eine sofortige Nahrungskarenz ist notwendig, um das Risiko einer weiteren Kontamination und Verschlechterung des Zustandes zu minimieren.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Definition & Einteilung
- Boerhaave-Syndrom: spontane Ösophagusruptur durch plötzlichen intraluminalen Druckanstieg (gewaltsames Erbrechen)
- Häufigste Lokalisation: posteriore linke Wand distal-ösophageal (kurz oberhalb GÖJ), anatomisch schwächste Stelle
- Ösophagusverletzungen gesamt: iatrogen 75 %, spontan (Boerhaave) 15 %, traumatisch 10 %
Mackler-Trias
- Massives Erbrechen / Würgen
- Brustschmerz / Epigastrialgie
- Subkutanes Emphysem (Hautemphysem Hals/Thorax)
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