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Ulkuskrankheit (Ulcus ventriculi / duodeni) im M3: was Prüfer fragen

Ulkuskrankheit (Ulcus ventriculi / duodeni) gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Gastroenterologie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.

3 Fragen, die dazu gestellt werden

1. Welche zwei Ursachen erklären über 90 Prozent aller peptischen Ulzera?

→ Helicobacter pylori und NSAR

H. pylori und NSAR inklusive ASS sind die beiden Hauptursachen, alles andere sind Kofaktoren oder seltene Ursachen.

2. Welche Aussage zum Ulcus duodeni trifft zu?

→ Es ist praktisch nie maligne und braucht keine Pflicht-Biopsie

Das Duodenalulkus ist häufiger, macht Nüchternschmerz, der durch Essen gelindert wird, und ist praktisch nie maligne. Das Magenulkus muss biopsiert werden.

3. Ein Patient unter Pantoprazol soll auf H. pylori getestet werden. Was ist richtig?

→ PPI 2 Wochen vorher absetzen, sonst falsch negativ

PPI senken die Keimdichte und machen Atem-, Stuhl- und Ureasetest falsch negativ. 2 Wochen Pause, Antibiotika 4 Wochen.

3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.

Ulkus: Definition und Ursachen

⚠ Kernaussage Ein Ulkus ist ein Schleimhautdefekt, der die Muscularis mucosae durchbricht (Erosion bleibt oberflächlich). Zwei Ursachen erklären über 90 Prozent aller Fälle: Helicobacter pylori und NSAR (inklusive ASS). Prüfungsklassiker: Ulcus duodeni ist häufiger, fast immer H. pylori, praktisch nie maligne. Ulcus ventriculi muss immer biopsiert werden, weil ein Karzinom dahinterstecken kann.

Ulcus duodeni

  • Häufiger (ca. 3 zu 1), Bulbus duodeni
  • H. pylori in über 90 Prozent
  • Säureüberschuss, Nüchternschmerz, nachts, Besserung durch Essen
  • Praktisch nie maligne, keine Pflicht-Biopsie

Ulcus ventriculi

  • Meist kleine Kurvatur, Antrum
  • H. pylori ca. 70 Prozent, NSAR häufiger als beim Duodenalulkus
  • Schmerz direkt nach dem Essen, Gewichtsabnahme
  • Immer Biopsie (Karzinomausschluss), Kontroll-Gastroskopie nach 6 bis 8 Wochen

Risikofaktoren und seltene Ursachen

H. pylori: Urease, Ammoniakbildung, chronische Gastritis Typ B, Antrum-dominant beim Duodenalulkus NSAR und ASS: COX-1-Hemmung, weniger Prostaglandine, weniger Schleim und Bikarbonat; Risiko steigt mit Alter über 65, Glukokortikoiden, Antikoagulation, SSRI Rauchen, Alkohol, Stress-Ulkus auf der Intensivstation (Beatmung, Koagulopathie, Verbrennung als Curling-Ulkus, SHT als Cushing-Ulkus) Zollinger-Ellison-Syndrom: Gastrinom, multiple therapieresistente Ulzera, Diarrhö, an MEN 1 denken Selten: Morbus Crohn, CMV bei Immunsuppression, Karzinom, Lymphom

🗂 Protokoll-Fragen Grundlagen

Der Abschnitt geht im Lernbereich weiter.

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