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Hepatorenales Syndrom im M3: was Prüfer fragen

Hepatorenales Syndrom gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Gastroenterologie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.

Das Wichtigste in Kürze

Funktionelles, prinzipiell reversibles Nierenversagen bei fortgeschrittener Leberzirrhose mit Aszites, durch splanchnische Vasodilatation und renale Vasokonstriktion. Ausschlussdiagnose; Therapie der Wahl bei HRS-AKI ist Terlipressin + Albumin.

3 Fragen, die dazu gestellt werden

1. Was ist das Hauptmerkmal des hepatorenalen Syndroms?

→ Funktionelles, reversibles Nierenversagen

Das hepatorenale Syndrom ist charakterisiert durch ein funktionelles, prinzipiell reversibles Nierenversagen bei fortgeschrittener Leberzirrhose.

2. Welche Therapie ist die erste Wahl bei hepatorenalem Syndrom?

→ Terlipressin + Albumin

Die Therapie der Wahl bei hepatorenalem Syndrom ist Terlipressin in Kombination mit Albumin zur Verbesserung der Nierenfunktion.

3. Welcher Faktor ist der häufigste Auslöser für das Auftreten eines hepatorenalen Syndroms?

→ Spontan bakterielle Peritonitis

Die spontan bakterielle Peritonitis ist der wichtigste Auslöser für das hepatorenale Syndrom bei Patienten mit Zirrhose.

3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.

Überblick

Definition & Klassifikation

  • Funktionelles Nierenversagen bei fortgeschrittener Lebererkrankung/Zirrhose mit portaler Hypertension und Aszites, Nieren morphologisch intakt.
  • Aktuelle Einteilung (ICA/ADQI):
    • HRS-AKI (akut, entspricht dem früheren Typ 1), rasch progredienter Kreatininanstieg nach KDIGO-Kriterien.
    • HRS-NAKI (nicht-akut, chronisch, entspricht früherem Typ 2), langsamer, oft mit therapierefraktärem Aszites.

Pathophysiologie

  • Portale Hypertension → splanchnische Vasodilatation (NO-vermittelt) → arterielle Unterfüllung → Aktivierung von RAAS, Sympathikus, ADH → renale Vasokonstriktion und GFR-Abfall.
Merke Die Niere ist gesund, das Problem ist die Hämodynamik. Deshalb ist HRS prinzipiell reversibel (u. a. nach Lebertransplantation).

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