Prüfungsthemen › Palliativmedizin
Übelkeit / Erbrechen (palliativ) im M3: was Prüfer fragen
Übelkeit / Erbrechen (palliativ) gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Palliativmedizin vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Welches Antiemetikum ist indiziert bei opioidinduzierter Übelkeit innerhalb der ersten zwei Wochen?
→ Metoclopramid
Metoclopramid wirkt als Prokinetikum und D₂-Antagonist und ist wirksam bei opioidinduzierter Übelkeit.
2. Bei einem Palliativpatienten tritt nach Mahlzeiten Übelkeit und Völlegefühl auf. Welche Therapie ist am geeignetsten?
→ Metoclopramid
Metoclopramid ist ein Prokinetikum und daher ideal zur Behandlung von Magenentleerungsstörungen.
3. Was ist die häufigste Ursache für persistierende Übelkeit bei Palliativpatienten mit renalem Versagen?
→ Urämie
Urämie kann zu anhaltender, therapierefraktärer Übelkeit führen und benötigt eine spezifische Therapie.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Pathophysiologie und Rezeptorzentren
- Chemorezeptortriggerzone (CTZ): im Area postrema, stimuliert durch Opioide, Urämie, Hyperkalzämie, Medikamente → D₂-Rezeptoren
- Brechzentrum (Nucleus tractus solitarius): integriert alle Afferenzen → H₁, M₁-Rezeptoren
- Gastrointestinaler Trakt: Stase, Obstipation, Druckerhöhung → 5-HT₃-Rezeptoren
- Vestibulärer Anteil: Bewegung, Lagerung → H₁, M₁
- ZNS-Ursachen: Hirndruckerhöhung → Brechzentrum direkt
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