Prüfungsthemen › Palliativmedizin
Obstipation unter Opioiden im M3: was Prüfer fragen
Obstipation unter Opioiden gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Palliativmedizin vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Was ist die häufigste und persistenteste Nebenwirkung der Opioidtherapie?
→ Obstipation
Opioidinduzierte Obstipation (OIC) betrifft mehr als 90% der Patienten und entwickelt keine Toleranz.
2. Welche Therapie wird als erste Wahl zur Behandlung von opioidinduzierter Obstipation empfohlen?
→ Macrogol (Polyethylenglykol)
Macrogol ist ein osmotisches Laxans und erste Wahl bei der prophylaktischen Laxanzientherapie.
3. Welche der folgenden Komplikationen ist eine ernsthafte Gefahr, die aus opioidinduzierter Obstipation resultieren kann?
→ Subileus/Ileus
Subileus oder Ileus gelten als Notfälle, die durch unbehandelte obstipative Zustände verursacht werden können.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Pathophysiologie
- Opioide wirken auf μ-Rezeptoren im enterischen Nervensystem → ↓ Peristaltik, ↑ Tonus der Sphinkter, ↓ Sekretion
- Keine Toleranzentwicklung (im Gegensatz zu Analgesie und Sedierung)
- Gleichzeitige Erschwerung: Immobilität, geringer Nahrungskonsum, Dehydratation
- >90% der Opioidpatienten entwickeln OIC
- Häufigster Grund für Opioidabbruch
- Betrifft alle Opioide (transdermal etwas weniger ausgeprägt)
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