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Tumorlysesyndrom (onkologischer Notfall) im M3: was Prüfer fragen

Tumorlysesyndrom (onkologischer Notfall) gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Hämatologie & Onkologie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.

Das Wichtigste in Kürze

KERNAUSSAGE
  • Massiver Tumorzellzerfall (spontan oder nach Therapiebeginn) → Freisetzung von Zellinhalten: Hyperkaliämie, Hyperphosphatämie, Hyperurikämie, sekundäre Hypokalzämie.
  • Hochrisiko: rasch proliferierende, große Tumormassen (Burkitt-Lymphom, akute Leukämien mit hoher Zellzahl).
  • Gefürchtete Folgen: akutes Nierenversagen und Herzrhythmusstörungen (durch Hyperkaliämie).
  • Prophylaxe/Therapie: aggressive Hydratation + Harnsäuresenkung (Allopurinol präventiv, Rasburicase bei Hochrisiko/manifest) + Elektrolytmanagement.

3 Fragen, die dazu gestellt werden

1. Welche Elektrolytveränderung ist charakteristisch für das Tumorlysesyndrom?

→ Hyperkaliämie

Das Tumorlysesyndrom ist durch eine erhöhte Kaliumkonzentration (Hyperkaliämie) gekennzeichnet, die aus dem Zelltod resultiert.

2. Welche der folgenden Therapien wird zur Prophylaxe des Tumorlysesyndroms empfohlen?

→ Aggressive intravenöse Hydratation

Aggressive intravenöse Hydratation ist eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung des Tumorlysesyndroms, da sie die Diurese sichert.

3. Welche Komplikation ist häufig mit dem Tumorlysesyndrom assoziiert?

→ Akutes Nierenversagen

Das akute Nierenversagen tritt häufig beim Tumorlysesyndrom auf, verursacht durch erhöhte Harnsäure und Phosphate.

3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.

Überblick

Definition & Auslöser

  • Metabolisches Notfallsyndrom durch rasche Lyse von Tumorzellen, meist innerhalb der ersten Tage nach Therapiebeginn (Chemo, Steroide, Strahlentherapie), selten spontan.

Pathophysiologie (was wird freigesetzt?)

LABOR-QUARTETT
  • Hyperkaliämie (K⁺ aus Zellen) → Rhythmusstörungen.
  • Hyperphosphatämie → sekundäre Hypokalzämie (Ca-Phosphat-Ausfällung).
  • Hyperurikämie (Purinabbau) → Uratnephropathie.
  • Folge: akutes Nierenversagen.

Risikofaktoren

  • Große Tumorlast, hohe Proliferationsrate (Burkitt-Lymphom, ALL/AML mit hoher Leukozytenzahl), hohe LDH, hohes chemosensibles Volumen, vorbestehende Niereninsuffizienz/Dehydratation.

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