Prüfungsthemen › Gastroenterologie
Pseudomembranöse Kolitis (Clostridioides difficile) im M3: was Prüfer fragen
Pseudomembranöse Kolitis (Clostridioides difficile) gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Gastroenterologie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Was ist das Leitsymptom einer Pseudomembranösen Kolitis?
→ Wässrige Diarrhö
Das Leitsymptom ist wässrige Diarrhö mit faulig-süßlichem Geruch, oft nach Antibiotikaeinnahme.
2. Welche Therapie wird laut aktueller Leitlinie als 1. Wahl bei einer initialen Episode von CDI empfohlen?
→ Fidaxomicin
Fidaxomicin 2× 200 mg/d p.o. für 10 Tage ist die empfohlene Therapie der 1. Wahl.
3. Welches diagnostische Verfahren ist nicht routinemäßig für die Pseudomembranöse Kolitis erforderlich?
→ Koloskopie
Eine Koloskopie ist nicht routinemäßig notwendig zur Diagnose der Pseudomembranösen Kolitis.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Definition & Erreger
- Erreger: Clostridioides difficile, grampositives, obligat anaerobes, sporenbildendes Stäbchen.
- Pathogenität: nur toxinbildende Stämme sind pathogen, Toxin A (Enterotoxin) und Toxin B (Zytotoxin). Hypervirulenter Stamm Ribotyp 027 (schwere Verläufe).
- Pseudomembranöse Kolitis = schwere Verlaufsform mit fibrinös-leukozytären Pseudomembranen auf der Kolonschleimhaut.
Risikofaktoren
- Wichtigster Faktor: vorausgegangene Antibiotikatherapie (v. a. Clindamycin, Cephalosporine, Fluorchinolone, Amoxicillin/Clavulansäure).
- Alter > 65 J., Hospitalisierung, PPI-Einnahme, Immunsuppression, chronische Grunderkrankungen.
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