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Magenkarzinom im M3: was Prüfer fragen

Magenkarzinom gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Gastroenterologie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.

3 Fragen, die dazu gestellt werden

1. Welche Histologie hat das Magenkarzinom in 95 Prozent der Fälle?

→ Adenokarzinom

Das Magenkarzinom ist fast immer ein Adenokarzinom, eingeteilt nach Laurén in intestinal und diffus.

2. Was kennzeichnet den diffusen Typ nach Laurén?

→ Siegelringzellen, Linitis plastica, schlechtere Prognose

Der diffuse Typ wächst infiltrativ mit Siegelringzellen, ist mit CDH1 assoziiert, tritt bei Jüngeren auf und hat eine schlechtere Prognose.

3. Wo liegt die Virchow-Drüse?

→ Linke Supraklavikulargrube

Der Ductus thoracicus mündet in den linken Venenwinkel, dort staut sich der Tumorzellstrom aus dem Magen.

3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.

Magenkarzinom: Epidemiologie und Pathologie

⚠ Kernaussage Das Magenkarzinom ist ein Adenokarzinom (95 Prozent), das spät Symptome macht und deshalb oft erst fortgeschritten entdeckt wird. Prüfer wollen hören: Laurén intestinal versus diffus, Risikofaktoren (H. pylori, atrophische Gastritis, Nitrosamine, Rauchen, familiär mit CDH1), die typischen Metastasenwege (Virchow-Drüse, Krukenberg-Tumor) und die Therapie nach Stadium (endoskopische Resektion beim Frühkarzinom, sonst perioperative Chemotherapie plus Gastrektomie mit D2-Lymphadenektomie).

Laurén intestinal

  • drüsenbildend, polypös oder ulzeriert
  • aus intestinaler Metaplasie (H. pylori, Atrophie)
  • ältere Männer, Antrum, distal
  • bessere Prognose, Sicherheitsabstand 5 cm

Laurén diffus

  • Siegelringzellen, infiltrativ, Linitis plastica
  • jüngere Patienten, Frauen häufiger, hereditär (CDH1)
  • gesamter Magen, früh peritoneal
  • schlechtere Prognose, Sicherheitsabstand 8 cm, meist Gastrektomie

Risikofaktoren

H. pylori (WHO-Karzinogen Klasse 1): chronische Gastritis, Atrophie, intestinale Metaplasie, Dysplasie, Karzinom (Correa-Kaskade) Autoimmungastritis Typ A mit perniziöser Anämie, Zustand nach Magenteilresektion (Stumpfkarzinom nach 15 bis 20 Jahren), Adenome, Morbus Ménétrier Ernährung: gepökelt, geräuchert, salzreich, Nitrosamine; Rauchen; Alkohol Hereditär: CDH1-Mutation (hereditäres diffuses Magenkarzinom, prophylaktische Gastrektomie), Lynch-Syndrom, FAP, Peutz-Jeghers Lokalisation: Antrum und Angulus am häufigsten, Kardiakarzinome nehmen zu (Reflux-Assoziation)

🗂 Protokoll-Fragen Grundlagen

Der Abschnitt geht im Lernbereich weiter.

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