Präeklampsie / Eklampsie im M3: was Prüfer fragen
Präeklampsie / Eklampsie gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Geburtshilfe vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Welche der folgenden Aussagen beschreibt die Präeklampsie korrekt?
→ Sie ist gekennzeichnet durch neu aufgetretene Hypertonie und mindestens eine Organmanifestation.
Die Präeklampsie ist eine schwangerschaftsspezifische Erkrankung mit Hypertonie und Organmanifestationen.
2. Welches Medikament ist das Mittel der Wahl zur Anfallsprophylaxe bei Eklampsie?
→ Magnesiumsulfat
Magnesiumsulfat wird zur Anfallsprophylaxe und -therapie bei Eklampsie eingesetzt.
3. Was ist eine häufige Komplikation der Präeklampsie?
→ Akutes Nierenversagen
Akutes Nierenversagen kann eine schwerwiegende Komplikation der Präeklampsie sein.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Definitionen (HES, DGGG-Update 2024)
- Gestationshypertonie: neu aufgetretene Hypertonie ≥ 140/90 mmHg ab 20+0 SSW ohne Organmanifestation.
- Präeklampsie: Gestations- oder chronische Hypertonie + mindestens eine neue Organmanifestation (Proteinurie, Nieren-, Leber-, neurologische, hämatologische Beteiligung oder uteroplazentare Dysfunktion/fetale Wachstumsrestriktion).
- Eklampsie: tonisch-klonische Krampfanfälle bei Präeklampsie, nicht anderweitig erklärbar.
- HELLP-Syndrom: Hemolysis, Elevated Liver enzymes, Low Platelets.
Risikofaktoren
- Erstgravidität, Z. n. Präeklampsie, chronische Hypertonie/Nierenerkrankung, Diabetes, Adipositas, Mehrlinge, Antiphospholipid-Syndrom, Alter > 40 J.
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