Abort / Fehlgeburt im M3: was Prüfer fragen
Abort / Fehlgeburt gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Geburtshilfe vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Welche der folgenden Untersuchungen ist am besten geeignet, um eine Fehlgeburt in der frühen Schwangerschaft zu diagnostizieren?
→ Sonographie
Eine Sonographie ermöglicht die Beurteilung des intrauterinen Gestationssackes und bietet somit die beste diagnostische Sicherheit.
2. Was ist die empfohlene Therapie bei einer vollständigen Fehlgeburt?
→ Keine spezifische Therapie erforderlich
Bei einer vollständigen Fehlgeburt ist meist keine weitere Intervention notwendig, da das Gewebe spontan abgegangen ist.
3. Welche Komplikation kann bei einer inkompletten Fehlgeburt auftreten?
→ Infektion
Eine inkomplette Fehlgeburt kann ein erhöhtes Risiko für eine Infektion darstellen, wenn nicht alle Gewebereste ausgestoßen werden.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Abort: Definition & Ätiologie
Zeitliche Einteilung
Frühabort: Spätabort: 12. bis 24. SSW Habitueller Abort: ≥ 3 aufeinanderfolgende Aborte → Abklärung indiziert Ab 24. SSW / ≥ 500 g: Totgeburt (nicht mehr Abort)Ursachen Frühabort
- Chromosomenanomalien (~50 bis 60 %!): v. a. Trisomien, Monosomie X
- Endokrin: Corpus-luteum-Insuffizienz, unbehandelte Schilddrüse, Diabetes
- Fehlbildungen des Embryos
- Höheres mütterliches Alter = wichtigster Risikofaktor
Ursachen Spätabort
- Zervixinsuffizienz (schmerzlose Muttermundöffnung)
- Uterusanomalien (Uterus septus/bicornis), Myome
- Infektionen (aufsteigend, Amnioninfektionssyndrom)
- Gerinnungsstörungen (Antiphospholipid-Syndrom), Plazentainsuffizienz
🗂 Protokoll-Fragen Grundlagen
„Was ist die häufigste Ursache eines Frühaborts?" Chromosomenanomalien des Embryos (ca. 50 bis 60 %), v. a. Trisomien und Monosomie X, meist sporadisch. „Ab wann spricht man von einem habituellen Abort?" Ab ≥ 3 aufeinanderfolgenden Aborten, dann ist eine gezielte Ursachenabklärung indiziert. „Wo liegt die Grenze zwischen Abort und Totgeburt?" 24. SSW bzw. 500 g Fetalgewicht, darunter Abort, darüber Totgeburt.Weiterlesen mit kostenlosem Konto
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