Prüfungsthemen › Anästhesiologie
Narkoseverfahren (ITN, LMA, Spinal, PDA) im M3: was Prüfer fragen
Narkoseverfahren (ITN, LMA, Spinal, PDA) gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Anästhesiologie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
Grundsätzlich unterscheidet man Allgemeinanästhesie (Bewusstseinsverlust, z. B. per Intubationsnarkose/ITN oder Larynxmaske/LMA) von der Regionalanästhesie (wacher Patient, umschriebene Blockade, z. B. Spinal- und Periduralanästhesie). Die Spinalanästhesie durchsticht die Dura und wirkt intrathekal mit kleiner Dosis und raschem Eintritt; die PDA bleibt peridural mit Katheter und größerer Dosis. Die Wahl richtet sich nach Eingriff, Patient und Kontraindikationen.
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Was ist ein Hauptvorteil der Spinalanästhesie im Vergleich zur Periduralanästhesie?
→ Schnellerer Wirkeintritt mit geringeren Dosierungen
Die Spinalanästhesie hat einen schnelleren Wirkeintritt aufgrund der direkten Injektion in den Liquor.
2. Welche der folgenden Komplikationen ist spezifisch für die Periduralanästhesie?
→ Epidurales Hämatom
Das epidurale Hämatom ist eine spezifische Komplikation der Periduralanästhesie aufgrund der Möglichkeit bei Katheterplatzierung.
3. Wann sollte eine Intubationsnarkose (ITN) bevorzugt eingesetzt werden?
→ Bei Patienten mit erhöhtem Aspirationsrisiko
Die Intubationsnarkose sollte bei erhöhtem Aspirationsrisiko angewendet werden, um einen sicheren Atemweg zu gewährleisten.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Einteilung der Verfahren
Allgemeinanästhesie- ITN (Intubationsnarkose): Endotrachealtubus, sicherer Aspirationsschutz, Beatmung möglich.
- LMA (Larynxmaske): supraglottisch, weniger invasiv, kein sicherer Aspirationsschutz.
- Rückenmarksnah: Spinalanästhesie (SPA), Periduralanästhesie (PDA).
- Peripher: Plexus-/Nervenblockaden, i.v.-Regionalanästhesie.
SPA vs. PDA: Kernunterschiede
- Spinalanästhesie: Nadel durchsticht die Dura → Injektion in den Liquor (intrathekal); kleine LA-Dosis, rascher Wirkeintritt, Punktion unterhalb Conus medullaris (i. d. R. L3/4 oder L4/5).
- Periduralanästhesie: LA in den Periduralraum (Dura intakt), meist mit Katheter; größeres Volumen/Dosis, langsamerer Eintritt, für kontinuierliche/postoperative Analgesie geeignet.
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