Prüfungsthemen › Rheumatologie
Lupus erythematodes (SLE) im M3: was Prüfer fragen
Lupus erythematodes (SLE) gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Rheumatologie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Welche Autoantikörper sind am spezifischsten für den systemischen Lupus erythematodes (SLE)?
→ Anti-dsDNA und Anti-Sm
Anti-dsDNA und Anti-Sm sind spezifisch für SLE, während ANA unspezifisch sind.
2. Welches ist die empfohlene Basistherapie für alle Patienten mit systemischem Lupus erythematodes?
→ Hydroxychloroquin
Hydroxychloroquin ist die Basistherapie, die bei allen Patienten mit SLE empfohlen wird.
3. Welche Komplikation ist prognosebestimmend bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes?
→ Lupusnephritis
Lupusnephritis ist die Hauptkomplikation, die die Prognose bei SLE-Patienten bestimmt.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Definition & Epidemiologie
- Prototyp der Kollagenosen: systemische Immunkomplex-Erkrankung mit Beteiligung von Haut, Gelenken, Nieren, ZNS, Serosa u.a.
- Überwiegend junge Frauen im gebärfähigen Alter (w:m ~9:1), gehäuft bei dunkelhäutiger und asiatischer Bevölkerung.
Pathophysiologie
- Verlust der Selbsttoleranz → Autoantikörper gegen Kernbestandteile (dsDNA, Sm, Histone). Ablagerung von Immunkomplexen → Komplementaktivierung → Gewebeschaden (Typ-III-Reaktion).
- Trigger: UV-Licht, Hormone (Östrogen), Infekte, Medikamente.
- Medikamenteninduzierter Lupus: z.B. Procainamid, Hydralazin, Isoniazid → Anti-Histon-Ak, meist keine Nierenbeteiligung, reversibel nach Absetzen.
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