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Außenbandruptur (OSG) im M3: was Prüfer fragen

Außenbandruptur (OSG) gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Orthopädie & Unfallchir. vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.

3 Fragen, die dazu gestellt werden

1. Welches Band reißt beim Supinationstrauma fast immer zuerst?

→ Lig. fibulotalare anterius

Das LFTA ist in Plantarflexion und Supination am stärksten belastet, das LFC folgt als zweites, das LFTP reißt selten.

2. Wann ist nach den Ottawa Ankle Rules ein Röntgen des Sprunggelenks nötig?

→ Druckschmerz an Hinterkante oder Spitze der Knöchel oder keine 4 Schritte nach dem Unfall und in der Notaufnahme

Die Regeln haben eine Sensitivität nahe 100 Prozent für Frakturen und sparen ein Drittel der Röntgenbilder.

3. Was zeigt ein positiver vorderer Schubladentest am Sprunggelenk?

→ Eine Ruptur des Lig. fibulotalare anterius

Vermehrter Talusvorschub über 5 mm oder seitendifferent spricht für die LFTA-Ruptur.

3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.

Außenband: Anatomie und Verletzung

⚠ Kernaussage Das Supinationstrauma (Umknicken nach außen) ist die häufigste Sportverletzung. Betroffen ist der laterale Bandapparat des oberen Sprunggelenks: zuerst das Lig. fibulotalare anterius (LFTA), dann das Lig. fibulocalcaneare (LFC), selten das Lig. fibulotalare posterius. Prüfungsfragen: die drei Bänder in Reihenfolge, Ottawa Ankle Rules für das Röntgen, vorderer Schubladentest, und die Therapie: konservativ-funktionell mit Orthese für 5 bis 6 Wochen, Operation nur in Ausnahmen. Band Verlauf Funktion Reißt bei Lig. fibulotalare anterius (LFTA) Außenknöchel zum Talushals hemmt vordere Schublade und Supination in Plantarflexion fast immer als erstes (Plantarflexion plus Supination) Lig. fibulocalcaneare (LFC) Außenknöchel zum Kalkaneus hemmt Supination in Neutralstellung als zweites, bei ca. 20 Prozent Lig. fibulotalare posterius (LFTP) Außenknöchel zum Talus hinten hemmt Dorsalextension und Rotation selten, nur bei schwerem Trauma oder Luxation

Schweregrade

  • Grad I: Dehnung, Mikrorisse, stabil
  • Grad II: Teilruptur, meist LFTA, leichte Instabilität
  • Grad III: komplette Ruptur, meist LFTA und LFC, instabil

Begleitverletzungen, an die man denken muss

  • Syndesmosenverletzung (Pronations- oder Rotationstrauma, Druckschmerz über dem vorderen Syndesmosenband, Squeeze-Test)
  • Osteochondrale Läsion des Talus (anhaltender Schmerz nach Wochen)
  • Fraktur der Basis des Os metatarsale V, des Außenknöchels, Talus
  • Peronealsehnenluxation, Verletzung des N. peroneus superficialis

🗂 Protokoll-Fragen Grundlagen

Der Abschnitt geht im Lernbereich weiter.

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