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Achillessehnenruptur im M3: was Prüfer fragen

Achillessehnenruptur gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Orthopädie & Unfallchir. vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.

3 Fragen, die dazu gestellt werden

1. Wo reißt die Achillessehne am häufigsten?

→ 2 bis 6 cm proximal des Kalkaneusansatzes

Die Taille der Sehne ist am schlechtesten durchblutet und degenerativ vorgeschädigt.

2. Wie wird der Thompson-Test durchgeführt und was bedeutet ein positiver Test?

→ Wadenkompression in Bauchlage, ausbleibende Plantarflexion zeigt die Ruptur

Bei intakter Sehne bewegt sich der Fuß bei Wadenkompression in Plantarflexion, bei Ruptur bleibt er stehen.

3. Welche Medikamente erhöhen das Risiko einer Achillessehnenruptur?

→ Fluorchinolone und Glukokortikoide

Fluorchinolone tragen einen Warnhinweis, lokale Kortisoninjektionen in die Sehne sind besonders gefährlich.

3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.

Achillessehne: Anatomie und Ruptur

⚠ Kernaussage Die Achillessehne verbindet den M. triceps surae (Gastrocnemius und Soleus) mit dem Fersenbein. Die Ruptur trifft meist Männer zwischen 30 und 50 beim Ballsport („Freizeitsportler am Wochenende“) und liegt 2 bis 6 cm oberhalb des Ansatzes in der schlecht durchbluteten Taille. Diagnose klinisch (tastbare Delle, positiver Thompson-Test) und sonografisch. Therapie: konservativ-funktionell in Spitzfußstellung, wenn die Sehnenenden in 20 Grad Plantarflexion adaptieren, sonst oder bei Sportlern operativ.

Ursachen und Risikofaktoren

Plötzliche exzentrische Belastung: Absprung, Antritt, Abstoppen (Fußball, Tennis, Badminton, Squash) Degeneration in der hypovaskulären Zone 2 bis 6 cm proximal des Kalkaneus, Vorschädigung bei Tendinopathie Fluorchinolone (Ciprofloxacin, Levofloxacin) und Glukokortikoide (systemisch oder lokal injiziert), Diabetes, Niereninsuffizienz, Gicht, Hypercholesterinämie Selten offene Verletzung oder Ansatzausriss mit Knochen

Anatomie zum Abfragen

  • Tendo calcaneus, ca. 15 cm lang, stärkste Sehne
  • Plantarflexion im oberen Sprunggelenk, Abstoß beim Gehen
  • M. plantaris läuft medial der Sehne (kann intakt bleiben und täuschen)
  • Blutversorgung aus Paratenon, schwächste Zone 2 bis 6 cm über dem Ansatz

Typische Anamnese

  • Peitschenschlag oder Tritt gegen die Ferse, lautes Knallen
  • sofortiger Kraftverlust, Zehenstand unmöglich
  • Schmerz kann überraschend gering sein
  • 20 Prozent werden initial übersehen (Restfunktion über Zehenflexoren und M. plantaris)

🗂 Protokoll-Fragen Grundlagen

Der Abschnitt geht im Lernbereich weiter.

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