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Angeborene Hypothyreose (Neugeborenenscreening) im M3: was Prüfer fragen

Angeborene Hypothyreose (Neugeborenenscreening) gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Pädiatrie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.

Das Wichtigste in Kürze

KERNAUSSAGE
  • Die angeborene (konnatale) Hypothyreose ist eine der häufigsten angeborenen Endokrinopathien (ca. 1:3.000 bis 1:4.000) und eine vermeidbare Ursache geistiger Behinderung.
  • Neugeborene sind bei Geburt meist klinisch unauffällig (mütterliche Schilddrüsenhormone) → die Diagnose gelingt fast nur über das Neugeborenenscreening.
  • Screening in Deutschland: TSH-Bestimmung aus Trockenblut, optimale Entnahme 36. bis 72. Lebensstunde. Therapie: frühzeitige L-Thyroxin-Substitution, je früher, desto besser das neurologische Outcome.

3 Fragen, die dazu gestellt werden

1. Was ist die häufigste Ursache für angeborene Hypothyreose?

→ Schilddrüsendysgenesie

Die häufigste Ursache für angeborene Hypothyreose ist Schilddrüsendysgenesie.

2. Welcher Test wird im Rahmen des Neugeborenenscreenings zur Diagnostik der angeborenen Hypothyreose eingesetzt?

→ Bestimmung von TSH aus Trockenblut

Im Neugeborenenscreening wird die TSH-Bestimmung aus Trockenblut durchgeführt.

3. Was ist das Therapieziel bei der Behandlung der angeborenen Hypothyreose?

→ Rasche Normalisierung von fT4/TSH

Das Therapieziel ist eine rasche Normalisierung von fT4 und TSH.

3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.

Überblick

Definition & Ätiologie

  • Angeborene Hypothyreose: bereits bei Geburt bestehender Schilddrüsenhormonmangel.
  • Häufigste Ursache: Schilddrüsendysgenesie (Aplasie, Hypoplasie, Ektopie der Schilddrüse), meist sporadisch.
  • Zweithäufig: Dyshormonogenese (angeborene Störung der Hormonsynthese), oft autosomal-rezessiv, mit Struma.
  • Selten: sekundäre/zentrale Hypothyreose (hypophysär/hypothalamisch, TSH nicht erhöht → wird durch reines TSH-Screening nicht erfasst).
Warum ist die Frühtherapie so wichtig?
  • Schilddrüsenhormone sind essenziell für die Hirnreifung in den ersten Lebensmonaten.
  • Unbehandelt droht das Vollbild des Kretinismus: irreversible geistige Behinderung, Minderwuchs, Taubheit.

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