WPW-Syndrom im M3: was Prüfer fragen
WPW-Syndrom gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Kardiologie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Welche EKG-Veränderung ist charakteristisch für das WPW-Syndrom?
→ Verkürzte PQ-Zeit
Eine verkürzte PQ-Zeit ist ein typisches Merkmal des WPW-Syndroms.
2. Welche Therapie ist bei akuten AV-Reentrytachykardien (AVRT) im WPW-Syndrom zunächst indiziert?
→ Vagusmanöver und Adenosin
Die Behandlung beginnt in der Regel mit einem Vagusmanöver und kann mit Adenosin ergänzt werden, um den AV-Knoten zu blockieren.
3. Was ist die wichtigste Komplikation bei Vorhofflimmern im Kontext des WPW-Syndroms?
→ Kammerflimmern
Vorhofflimmern kann zu einer schnellen antegraden Überleitung über die akzessorische Bahn führen, was das Risiko für Kammerflimmern stark erhöht.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Grundlagen
- Angeborene akzessorische Bahn (Kent-Bündel) überbrückt den AV-Knoten.
- WPW-Syndrom = Präexzitation im EKG plus Tachykardien; reines EKG-Zeichen ohne Symptome = „WPW-Muster".
- Orthodrom (häufig): antegrad über AV-Knoten, retrograd über Bahn → schmaler QRS, keine Delta-Welle.
- Antidrom (selten): antegrad über Bahn → breiter QRS.
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