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Vorhofflimmern (VHF) im M3: was Prüfer fragen

Vorhofflimmern (VHF) gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Kardiologie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.

3 Fragen, die dazu gestellt werden

1. Was ist die häufigste Ursache für das Auftreten von Vorhofflimmern?

→ Arterielle Hypertonie

Die arterielle Hypertonie ist die häufigste ursächliche Erkrankung bei Vorhofflimmern.

2. Welches EKG-Kriterium ist für die Diagnosestellung von Vorhofflimmern entscheidend?

→ Fehlende P-Wellen

Das Fehlen der P-Wellen im EKG ist ein charakteristisches Merkmal von Vorhofflimmern.

3. Welche Maßnahme sollte bei einem Patienten mit Vorhofflimmern und hämodynamischer Instabilität sofort ergriffen werden?

→ Elektrische Kardioversion

Bei hämodynamischer Instabilität sollte sofort eine elektrische Kardioversion erfolgen.

3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.

Vorhofflimmern: Grundlagen

⚠ Kernaussage Vorhofflimmern (VHF) = ungeordnete, hochfrequente Vorhoferregung (350 bis 600/min) mit unregelmäßiger Überleitung auf die Kammern → absolute Arrhythmie. Häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. Die entscheidende Gefahr ist nicht das Flimmern selbst, sondern die kardioembolische Thromboembolie (v. a. Schlaganfall).

Einteilung nach zeitlichem Verlauf

Paroxysmal: selbstterminierend, i. d. R. innerhalb 48 h (spätestens ≤7 Tage) Persistierend: >7 Tage anhaltend oder Kardioversion (medikamentös/elektrisch) nötig Lang anhaltend persistierend: >1 Jahr, aber Rhythmuskontrolle noch angestrebt Permanent: akzeptiert, keine Rhythmuskontrolle mehr geplant Erstdiagnostiziertes VHF: unabhängig von Dauer/Schwere

Kardiale Ätiologie

  • Arterielle Hypertonie (häufigste Ursache!)
  • KHK, Herzinsuffizienz, Klappenvitien (Mitralstenose)
  • Kardiomyopathien, Z. n. Herz-OP
  • Perikarditis / Myokarditis

Extrakardiale Ätiologie

  • Hyperthyreose (immer TSH bestimmen!)
  • Alkohol („Holiday-Heart-Syndrom")
  • Lungenerkrankungen, Lungenembolie, OSAS
  • Elektrolytstörungen, Fieber, Sepsis, hohes Alter

Pathophysiologie & Folgen

Multiple kreisende Erregungen (Re-Entry) v. a. um die Pulmonalvenen → Trigger Vorhof kontrahiert nicht koordiniert → Verlust des atrialen Kicks (bis 20 % HZV) Blutstase v. a. im linken Vorhofohr → Thrombusbildung → Embolie Tachykardes VHF über Wochen → Tachykardiomyopathie (reversibel)

🗂 Protokoll-Fragen Grundlagen

Der Abschnitt geht im Lernbereich weiter.

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Dieser Text ist ein Auszug. Die vollständige Zusammenfassung mit Klinik, Diagnostik, Therapie und Differenzialdiagnosen, die Karteikarten und das Lernvideo liegen im Lernbereich.

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