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Tiefe Venenthrombose (TVT) im M3: was Prüfer fragen

Tiefe Venenthrombose (TVT) gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Gefäßchirurgie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.

Das Wichtigste in Kürze

  • Thrombosierung tiefer (meist Bein-/Becken-)Venen; Hauptgefahr ist die Lungenembolie, Spätfolge das postthrombotische Syndrom.
  • Diagnostik nach Wells-Score: niedrige Wahrscheinlichkeit + negative D-Dimere schließen TVT aus; sonst Kompressionssonographie.
  • Therapie: therapeutische Antikoagulation, DOAK als Mittel der Wahl, plus Kompression und frühe Mobilisation.
  • Antikoagulationsdauer mindestens 3 Monate; danach individuell (Rezidivrisiko vs. Blutungsrisiko), bei anhaltendem Risiko zeitlich unbegrenzt.

3 Fragen, die dazu gestellt werden

1. Was ist das wichtigste klinische Risiko einer tiefen Venenthrombose (TVT)?

→ Lungenembolie

Die Lungenembolie ist die Hauptkomplikation einer TVT und kann lebensbedrohlich sein.

2. Welches diagnostische Kriterium ist goldstandardmäßig für die Bestätigung einer tiefen Venenthrombose?

→ Kompressionssonographie

Die Kompressionssonographie weist die fehlende Komprimierbarkeit der Vene nach und gilt als Goldstandard.

3. Was ist die empfohlene Therapie für eine akute tiefe Venenthrombose?

→ Therapeutische Antikoagulation mit DOAK

Die sofortige therapeutische Antikoagulation mit direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) ist die bewährte Behandlung.

3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.

Überblick

Definition & Lokalisation

  • Vollständige/partielle Thrombosierung tiefer Venen, meist untere Extremität und Becken (Unterschenkel-, Popliteal-, Femoral-, Iliakalvenen).
  • Proximale TVT (ab Poplitea aufwärts) = höheres Embolierisiko als distale (Unterschenkel-)TVT.

Virchow-Trias (Pathogenese)

Virchow-Trias
  • 1) Stase (Immobilisation, langes Sitzen/Reisen, Bettlägerigkeit)
  • 2) Endothelschaden (Trauma, OP, Katheter)
  • 3) Hyperkoagulabilität (Thrombophilie, Malignom, Schwangerschaft, Östrogene/Kontrazeptiva)

Weitere Risikofaktoren

  • Höheres Alter, Adipositas, frühere VTE, Malignom, Nikotin, angeborene Thrombophilien (z. B. Faktor-V-Leiden).

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