Suizidalität / Krisenintervention im M3: was Prüfer fragen
Suizidalität / Krisenintervention gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Psychiatrie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
- Suizidalität immer direkt und offen ansprechen, Nachfragen erhöht das Risiko NICHT.
- Akute Suizidalität mit Handlungsdruck = psychiatrischer Notfall.
- Ziel: Sicherheit herstellen, Beziehung aufbauen, Grundstörung behandeln.
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Welches Zeichen könnte auf eine akute Suizidalität hinweisen?
→ Plötzliche Ruhe nach einer schweren Krise
Eine plötzliche Ruhe nach einer schweren Krise kann darauf hindeuten, dass der Patient eine definitive Entscheidung getroffen hat.
2. Was ist ein wesentlicher Bestandteil der Diagnostik bei Suizidalität?
→ Aktives Erfragen von Gedanken und Plänen
Aktives Erfragen von Gedanken und Plänen ist entscheidend, um das Suizidrisiko zu bewerten.
3. Welche Therapie sollte bei akut suizidalen Patienten als erstes erfolgen?
→ Herstellung von Sicherheit, nicht allein lassen
Die erste Maßnahme besteht darin, Sicherheit zu gewährleisten und den Patienten nicht allein zu lassen.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Begriffe
- Suizidgedanken → Suizidabsicht/-plan → Suizidversuch → Suizid.
- Präsuizidales Syndrom (Ringel): Einengung, Aggressionsumkehr (gegen sich selbst), Suizidfantasien.
Risikofaktoren
- Psychische Erkrankung (v.a. Depression, Sucht, Schizophrenie, bipolar)
- Frühere Suizidversuche (stärkster Prädiktor), konkrete Pläne/Zugang zu Mitteln
- Männliches Geschlecht (höhere Vollendungsrate), höheres Alter, soziale Isolation, chronische/somatische Erkrankung
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