Essstörungen (Anorexie, Bulimie) im M3: was Prüfer fragen
Essstörungen (Anorexie, Bulimie) gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Psychiatrie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
- Anorexia nervosa: selbst herbeigeführtes Untergewicht (BMI ≤ 17,5), Körperschemastörung, ausgeprägte Gewichtsangst.
- Bulimia nervosa: Essanfälle + gegensteuernde Maßnahmen (Erbrechen), meist normalgewichtig.
- Gefahren: Elektrolytstörungen, Herzrhythmusstörungen, Refeeding-Syndrom.
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Welches Kriterium ist entscheidend für die Diagnose einer Anorexia nervosa?
→ BMI ≤ 17,5 kg/m²
Ein BMI ≤ 17,5 kg/m² ist ein zentrales Diagnosekriterium für Anorexia nervosa.
2. Welche therapeutische Maßnahme ist die Grundlage für die Behandlung von Bulimia nervosa?
→ Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)
Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist die evidenzbasierte Grundlage für die Behandlung von Bulimia nervosa.
3. Was ist eine häufige Komplikation bei Bulimia nervosa, die durch selbstinduziertes Erbrechen verursacht wird?
→ Zahnschmelzerosionen
Selbstinduziertes Erbrechen führt häufig zu Zahnschmelzerosionen durch den Kontakt mit Magensäure.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Grundlagen
- Überwiegend junge Frauen; multifaktoriell (psychisch, familiär, soziokulturell).
- Höchste Mortalität unter den psychischen Erkrankungen (bei Anorexie).
Formen
Anorexia nervosa- Restriktiver Typ vs. Purging-Typ
- Untergewicht, ausgeprägte Gewichtsangst
- Essanfälle + Gegenmaßnahmen
- Meist normalgewichtig
- Weitere: Binge-Eating-Störung (Essanfälle ohne Gegensteuern).
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