Schizophrenie im M3: was Prüfer fragen
Schizophrenie gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Psychiatrie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
- Psychotische Störung mit Positiv- (Wahn, Halluzinationen) und Negativsymptomen (Affektverflachung, Antriebsminderung).
- Symptomdauer für Diagnose ≥ 1 Monat (ICD-10).
- Therapie: Antipsychotika (bevorzugt atypische) + Psycho-/Soziotherapie.
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Welche der folgenden Symptome ist charakteristisch für die Diagnosestellung einer Schizophrenie nach ICD-10?
→ Wahnwahrnehmung über mindestens einen Monat
Für die Diagnose einer Schizophrenie muss mindestens eines der Symptome, wie die Wahnwahrnehmung, über einen Zeitraum von mindestens einem Monat persistieren.
2. Welche Therapieform wird bevorzugt, um Positivsymptome einer Schizophrenie zu behandeln?
→ Atypische Antipsychotika
Atypische Antipsychotika werden bevorzugt wegen ihrer Wirksamkeit und geringeren Nebenwirkungen gegenüber typischen Antipsychotika.
3. Welche der folgenden Komplikationen ist ein Risiko bei der Behandlung mit Clozapin?
→ Agranulozytose
Clozapin kann zu Agranulozytose führen, weshalb regelmäßige Blutbildkontrollen erforderlich sind.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Grundlagen
- Erkrankungsbeginn meist im jungen Erwachsenenalter (Männer oft früher).
- Ätiologie multifaktoriell (Vulnerabilitäts-Stress-Modell); Dopamin-Hypothese (mesolimbische Überaktivität → Positivsymptome).
Symptomdimensionen
Positivsymptome- Wahn, Halluzinationen (v.a. akustisch)
- Ich-Störungen, formale Denkstörungen
- Affektverflachung, Anhedonie
- Antriebs-/Sprachverarmung, sozialer Rückzug
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