Progressive supranukleäre Blickparese (PSP) im M3: was Prüfer fragen
Progressive supranukleäre Blickparese (PSP) gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Neurologie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Welche der folgenden Aussagen beschreibt am besten die charakteristische Blickstörung bei der progressiven supranukleären Blickparese (PSP)?
→ Eingeschränkter Blick nach unten
Bei PSP ist insbesondere der Blick nach unten eingeschränkt, was die vertikale supranukleäre Blickparese kennzeichnet.
2. Welche Therapieoption ist in der Behandlung der progressiven supranukleären Blickparese am effektivsten?
→ Botulinumtoxin bei Blepharospasmus
Botulinumtoxin kann bei Blepharospasmus eingesetzt werden, während L-Dopa meist kein gutes Ansprechen zeigt.
3. Welcher der folgenden Faktoren ist eine häufige und gefürchtete Komplikation bei Patienten mit progressiver supranukleärer Blickparese?
→ Aspirationspneumonie
Aspirationspneumonien sind oft eine Folge der Dysphagie, die bei PSP-Patienten häufig auftritt.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Einordnung
- Neurodegenerative Tauopathie mit Ablagerung von abnorm phosphoryliertem 4-Repeat-Tau in Neuronen und Glia.
- Gehört zu den atypischen Parkinson-Syndromen (Parkinson-Plus).
- Klassische Verlaufsform: PSP-Richardson-Syndrom (PSP-RS); daneben zahlreiche Varianten (z. B. PSP-Parkinsonismus).
- Aktuell gelten die MDS-PSP-Kriterien (2017) mit Kerndomänen okulomotorische Störung, posturale Instabilität, Akinese und kognitive Dysfunktion.
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