Lambert-Eaton-Myasthenes-Syndrom im M3: was Prüfer fragen
Lambert-Eaton-Myasthenes-Syndrom gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Neurologie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Was ist das Hauptmerkmal des Lambert-Eaton-Myasthenes-Syndroms?
→ Proximal betonte Muskelschwäche
Das Lambert-Eaton-Myasthenes-Syndrom ist charakterisiert durch proximale Muskelschwäche, insbesondere im Beckenbereich.
2. Welcher diagnostische Test ist entscheidend für die Bestätigung eines LEMS?
→ Niedriges Ausgangs-Muskelsummenaktionspotenzial mit hohem Inkrement nach hochfrequenter Stimulation
Der Test zeigt ein niedriges Ausgangs-Muskelsummenaktionspotenzial und ein hohes Inkrement nach hochfrequenter Stimulation, was pathognomonisch für LEMS ist.
3. Welches Medikament ist das Mittel der Wahl zur symptomatischen Behandlung des LEMS?
→ Amifampridin (3,4-Diaminopyridin)
Amifampridin ist das Mittel der Wahl, da es die präsynaptischen Kaliumkanäle blockiert und die ACh-Freisetzung erhöht.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Grundlagen
- Antikörper gegen präsynaptische VGCC (P/Q-Typ) → verminderte Acetylcholin-Freisetzung in den synaptischen Spalt.
- Folge: verminderte Endplattenpotenziale, muskuläre Ermüdbarkeit und Schwäche.
- Zwei Formen: paraneoplastisch (~50 %, fast immer SCLC) und autoimmun/idiopathisch (oft mit anderen Autoimmunerkrankungen).
- MG: postsynaptisch (AChR-AK), Schwäche nimmt bei Belastung zu, okulär betont.
- LEMS: präsynaptisch (VGCC-AK), Schwäche bessert sich kurzzeitig bei Belastung (Fazilitation), proximal-beinbetont, autonome Symptome.
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