Prüfungsthemen › Pharmakologie & Toxikologie
Vergiftungen & Antidote im M3: was Prüfer fragen
Vergiftungen & Antidote gehört zu den Themen, die im mündlichen dritten Staatsexamen im Fach Pharmakologie & Toxikologie vorkommen. Hier steht das Wichtigste zur Prüfung: die Kernaussage, der Überblick und typische Fragen mit Antwort.
Das Wichtigste in Kürze
3 Fragen, die dazu gestellt werden
1. Welche Therapieform ist bei einer akuten Paracetamol-Intoxikation indiziert?
→ N-Acetylcystein
N-Acetylcystein wirkt als spezifisches Antidot bei einer Paracetamol-Überdosierung.
2. Was ist die erste Maßnahme bei einer schweren Kohlenmonoxid-Vergiftung?
→ Sauerstoffgaben von 100 %
Bei Kohlenmonoxid-Vergiftungen ist die Gabe von 100 % Sauerstoff die dringlichste Maßnahme zur Behandlung.
3. Welche der folgenden Komplikationen kann durch die Gabe von Flumazenil bei Benzodiazepin-Intoxikation ausgelöst werden?
→ Krampfanfälle
Flumazenil kann bei Benzodiazepin-Überdosierung Krampfanfälle auslösen, besonders bei Mischintoxikationen.
3 weitere Fragen zu diesem Thema stehen im Lernbereich.
Überblick
Grundprinzipien der Giftbehandlung
- 1. Vitalfunktionen sichern (ABCDE), hat immer Vorrang
- 2. Primäre Giftelimination: Aktivkohle (innerhalb ~1 h, nicht bei Säuren/Laugen/Alkoholen), ggf. Magenspülung (nur früh, streng indiziert)
- 3. Sekundäre Elimination: forcierte Diurese/Urin-Alkalisierung, Hämodialyse (kleine, wenig eiweißgebundene Moleküle)
- 4. Spezifisches Antidot (nur für wenige Gifte verfügbar)
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